Feb 04 2010

Es gilt die Unschuldsvermutung

Tag: AllgemeinesHeinz Duschanek @ 12:54

An sich ist es ja unüblich, dass man in einem Gespräch oder in einem Artikel über Dritte hinzufügen muss: “Es gilt die Unschuldsvermutung.”

“Schon das Neueste gehört über Heinz Duschanek? Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung!”

Aber mittlerweile ist die Liste der Personen, derene Namen man ohne das Wort Unschuldsvermutung gar nicht mehr aussprechen kann/darf, ziemlich groß.

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Jan 29 2010

Die Buchhaltung und ich

Tag: ErfahrungHeinz Duschanek @ 16:28

Gestern abend war ich eingeladen zur Präsentation einer neuen Online-Variante von Buchhaltung und Fakturierung für Selbständige und Kleinstunternehmen. Und nehme als Beta-Tester teil an dieser Cloud Computing Sache namens prosaldo.net. Und merke, das ich von Buchhaltung bzw. der Buchhaltungssprache immer noch nichts verstehe, obwohl ich mir die Buchhaltung seit Jahren selbst mache. Aber eben mit Excel und meinen eigenen Formeln und Sheets, statt mit einer Profi-Software. Mir fehlt daher momentan der Plan, wie ich vorgehen soll.

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Jan 29 2010

iPhone für Anfänger

Tag: AllgemeinesHeinz Duschanek @ 11:47

OK, jetzt habe ich eins. Bei dem ich mit den Fingern so machen kann. Oder so. Und so geht’s auch.

Und bin gleich zu Beginn an 2 Aufgaben gescheitert. Zumindest habe ich Hilfe gebraucht.

  1. Wie legt man eine SIM-Karte ins iPhone ein?
  2. Wie kann man damit tun, was man eben damit tun will?

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Jan 11 2010

Der Montag, jetzt neu.

Tag: Allgemeines, KritikHeinz Duschanek @ 23:27

Und zwar ohne Fleisch. Warum? Einfach hier lesen oder zumindest drüberscannen:

Der Ansicht, nichts zu essen, was ein Gesicht hat, kann ich schon lange etwas abgewinnen. Nur in der Umsetzung bin ich leider schwach. Schwach, schwach, schwach. Ja, ich bin eine Memme. Sitze ich in einem Gasthaus vor der Mittagskarte, fällt die Entscheidung mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit auf das Fleischmenü. Nicht auf das vegetarische. Ich Memme. Ich schwache.

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Dec 11 2009

Abschied vom Südbahnhof

Tag: AllgemeinesHeinz Duschanek @ 21:53

Gestern war ich erstmals seit Jahren wieder am Südbahnhof (Wien). Am kommenden Sonntag wird er erst einmal zugesperrt, und dann abgerissen. Für mich Zeit, mich wieder von einem Stück Kindheit zu verabschieden. Und loszulassen, was mir momentan ein wenig schwerer fällt, als erwartet. Zuviele Erinnerungen hängen an diesem Gebäude. Die angenehme Kühle in heißen Sommermonaten. Die langersehnte Ankunft meiner italienischen Freundin. Der schwere Abschied von ihr, wenn sie wieder nach Florenz gefahren ist. Die Einkäufe spät am Abend.

Bald wird es das Gebäude nicht mehr geben. Hier noch ein paar Eindrücke aus den letzten Tagen des Wiener Südbahnhofs.

Südbahnhof Halle

Wiener Südbahnhof, Bahnhofshalle


Oct 21 2009

A. Thurnher, Meerschweinchen und das Internet

Tag: KommentarHeinz Duschanek @ 09:14

Der Herausgeber und Chefredakteur der Wochenzeitung Falter, Armin Thurnher, hatte in einem seiner Kommentare (41/09: “An meine Meerschweinchen: Entwarnung! Das Internet kann bleiben”) eine Diskussion über das Wesen von Blogs, Forum-Kommentaren, Microblogging, also dem ganzen Social Media-Zeugs ausgelöst. Sinngemäß spricht Thurnher vielen oder den meisten Bloggern die Fähigkeit zur Recherche und zum eigenen Denken ab. Klassischer Journalismus wäre weiterhin unverzichtbar, und das Publizieren auf Papier sowieso. Da Thurnhers Kommentare nicht im Web veröffentlicht werden – die Falter-Website sieht sich in erster Linie als Lokalführer und Online-Shop – kann ich das nur aus dem Gedächtnis wiedergeben.

Seine Thesen sind selbstverständlich diskussionswürdig, und werden prompt auch fleißig diskutiert. Sogar im Falter selbst wurde Platz für ganze vier (!) Meinungen eingeräumt. Aber eben nur in der Printausgabe. Denn auch die Gegenmeinungen sind nur dort online nachlesbar, wo sie der Autor selbst ins Netz gestellt hat (helge, christoph). Die Diskussion in der Blogosphere findet hingegen offensichtlich zum Leidwesen des Herausgebers statt. Er fühlt sich missinterpretiert, missverstanden, schlecht behandelt. Nachzulesen ist der Originalkommentar im Netz aber weiterhin nicht (Anmerkung: siehe Update weiter unten).

Manche Blogger haben daher zur Selbsthilfe gegriffen. Der Kommentar wurde eingescannt und als Bild veröffentlicht. Macht ja auch Sinn, erst zu lesen, worüber man dann diskutieren will, und Texte in Bildern werden von Suchmaschinen sowieso nicht analysiert und indexiert.

Das macht Thurnher jetzt aber sauer. In der aktuellen Ausgabe des Falter (21.10.2009) schreibt er sinngemäß, diese Scans hätten aber sowas von dalli zu verschwinden, ansonsten eine Honorarnote ins Haus flattern würde. € 250,- Minimum auf der nach oben offenen Honorarskala großer Journalisten.

Formalrechtlich gesehen mag Thurnher recht haben. Ob das politisch klug ist, mag ich bezweifeln. Warum stellt der Falter den Kommentar nicht selbst ins Netz, sodass sich Leser und Schreiber darauf beziehen können? Der Falter würde damit auch wertvolle Links sammeln, aber damit spricht jetzt der Online-Marketing-Fuzzi aus mir. Vergessen Sie den letzten Satz, bitte.

Und dann war da noch etwas. Thurnher schreibt, er müsse ja nicht von allen Communities und Blog-Netzwerken geliebt werden. Oje. Gegenmeinung bedeutet Liebesentzug? Und muss seinerseits durch Liebes- und Geldentzug bestraft werden? Wie darf man sich die Falter-Redaktionssitzungen vorstellen? In der Mitte des Tisches ein Riesenpaket Taschentücher? Gehaltskürzung für Redakteure, die anderer Meinung sind mit Beharrungsbeschluß?

Ich hoffe, dass Thurnher nicht zum Michael Fleischhacker der österreichischen Blogszene wird. Besser ausgedrückt: zum Gottseibeiuns der politisch interessierten und wachen Menschen. Denn ob die nun auf toten Bäumen (danke, Helge) oder mit Hilfe von Elektronen diskutieren, das sollte doch keine Rolle spielen.

Denn als großartigen Journalisten liebe ich Armin Thurnher unverändert. Und ich entziehe ihm meine Liebe nicht wegen mancher seiner Ansichten, die ich nicht teile. Versprochen.

Im übrigen bin ich der Meinung, der Falter muss endlich eine Website bekommen.

Update

Der Kommentar des Chefredakteurs ist doch online, und ebenfalls die vier Kommentare von Susanne Gaschke, Julia Seeliger, Helge Fahrnberger und Christoph Chorherr. Nicht leicht zu finden zwischen Restaurants und Abo-Fahrrädern, aber doch. Klicken Sie von der Startseite www.falter.at aus auf “falter top stories”, dann auf “Archiv”, und suchen Sie nach der Ausgabe 41/09. Das Füttern des Suchfelds mit “Meerschweinchen” bringt leider keinen Treffer.


Oct 06 2009

Karl-Heinz Grasser

Tag: AllgemeinesHeinz Duschanek @ 09:01

Es gilt die Unschuldsvermutung.


Sep 02 2009

Jako stürzt in die Katastrophe

Tag: KommentarHeinz Duschanek @ 23:06

Ein Blogger beklagt auf www.trainer-baade.de das neue Logo des deutschen Sportartikelherstellers Jako. Dabei fällt das Wort “Scheiße”. Wenige Menschen (400? 500?) lesen das. Mehr passiert vorerst nicht.

Aber was passiert dann. Jako sendet ein Abmahnschreiben, will etwas mehr als 1.000 Euro. Baade entfernt den Artikel, zahlt nach Verhandlungen 400,-

Einer Anwältin von Jako fällt Wochen später auf, dass der bis dato völlig unbekannte Nachrichtenaggregator Newstin einen Auszug des Artikels noch gespeichert hat. Baade erhält wieder ein Schreiben der Anwälte, jetzt geht es um mehr als 5.000 Euro.

Der Autor eines vielgelesenen Sport Blogs (“Alles außer Sport”) erfährt davon, und schreibt darüber. Jetzt beginnt die Viral Marketing Lawine zu rollen. Und zwar eine, die man sich bei Jako wohl nicht gewünscht hat. Mittlerweile Millionen Menschen erfahren davon, geben diese Nachrichten weiter. Boykott-Aufrufe gegen Jako gehen durch Deutschland. Blogger erklären öffentlich, nichts mehr von Jako zu kaufen. Aber das Unternehmen schweigt noch immer. Bietet nur dem Blogger an, auf die Forderungen zu verzichten. Denn es tritt plötzlich ein Umsatzproblem auf. Die Kunden beginnen nun auch über die Qualität der Jako-Produkte zu diskutieren. Übrigens stattet Jako ab nun fünf Jahre lang den österreichischen Fußballclub Sturm Graz aus. Das nur als Nebenbemerkung.

Ich finde den ganzen Ablauf der Baade-Jako Story ja großartig. Dank einer neuartigen Öffentlichkeit, einerÖffentlichkeit, die es bisher so nicht gab, müssen sich Firmen wie Jako gut überlegen, was sie tun, wie sie vorgehen. Der ganz kleine Kunde kann sich plötzlich  als ebenbürtiger Gegner zeigen. Und Anwälte müssen lernen, dass angstmachende Schreiben ein Schuß ins eigene Knie sein können. Der Praxis-Fall sollte im Jus-Studium zur Pflichtstudie werden.


Aug 22 2009

Die österreichische Justiz und das Majestätenspiel

Tag: KommentarHeinz Duschanek @ 13:21

Von Friedrich Torberg überliefert ist das Majestätenspiel, das angeblich von Kaffeehausliteraten zu Beginn des 20. Jahrhunderts gespielt wurde. Ein Spieler stellt den Prüfer dar, der eine leicht zu beantwortende Frage stellt. Der andere Spieler stellt die Majestät dar, die diese Frage trotzdem falsch beantwortet. Kann der Prüfer nun argumentieren, warum die Antwort stimmt, dann hat er gewonnen, ansonsten geht die Runde an die Majestät. Dazu ein Beispiel.

Prüfer: “Wie lange hat der 30jährige Krieg gedauert?”

Majestät: “7 Jahre.”

Prüfer: “Das ist richtig. Denn rechnet man die Schlafenszeiten, Kampfpausen, Urlaubszeiten und Ähnliches ab, dann kommt man auf eine reine Kriegsdauer von nur mehr 7 Jahren.”

Die Runde geht an den Prüfer.

Die Staatsanwaltschaften in Österreich versuchen sich am gleichen Spiel. Ein Landeshauptmann verhindert aktiv gesetzliche Zustände herzustellen, und wird deswegen angezeigt. Nun hat der Prüfer der Staatsanwalt die Aufgabe zu erklären, warum das aber trotzdem okay ist. Leichte Sache im Fall LH Dörfler und der Ortstafelverrückung im Jahr 2006. Denn Dörfler verfüge “über keine juristische Ausbildung” . Der arme Mann, ein ehemaliger Bankbeamter, konnte in seiner diesbezüglichen Beschränkung ja gar nicht wissen, dass seine Handlungen strafrechtliche Tragweite aufweisen. Er sei nur seinem Mentor Jörg Haider blind und bedingungslos gefolgt.

Wie man sich erinnert, hat auch das Finanzministerium seinem damaligen Chef, KHG, in der “Homepage”-Affäre mit schönen Argumenten bescheinigt, dass die Versteuerung von 283.000,- € an Spendengeldern der österreichischen Industriellenvereinigung zwecks Erstellung seiner eigenen Website in seinem Fall nicht notwendig sei. Auch hier ging der Punkt an den Prüfer.

Weitere Spielvorschläge:

“Wenn wir Dritte werden, gehen wir in Opposition.” Danach wurde Wolfgang Schüssel aber Bundeskanzler. Warum hat er das Versprechen trotzdem gehalten?

“Wenn die Mehrheit der Kärntner Parteien zu einer gemeinsamen Vorgehensweise findet, wird die Bundesregierung in Wien die weiteren Schritte setzen.” Ansonsten aber nicht, meint damit Bundeskanzler Faymann. Warum wird dadurch das Ortstafelproblem schnell und entsprechend den Staatsvertragvorgaben, die schon seit 1955 existieren, gelöst?

Andere Vorschläge?


Aug 07 2009

Content Award Vienna – wer will ihn?

Tag: AllgemeinesHeinz Duschanek @ 20:58

Der sollte in die Hände spucken und loslegen. Games, Kuryfilme (Produktionsjahr 2008, 2009), oder sonst etwas, bei dem eine gute Idee dahinter steckt, und die Umsetzung auch nicht ganz übel ist, das sollte eingereicht werden. Und zwar beim Content Award Vienna 2009. Ab September kann das Publikum unter www.contentaward.at abstimmen um den Publikumspreis.

ContentAward Vienna 2009 – Trailer from Content Award Vienna 2009 on Vimeo.

Das Preisgeld kann sich sehen lassen, immerhin € 5.000,- kann der Sieger einstreifen, und andere gehen auch nicht leer aus. Dahinter steckt letzten Endes die Stadt Wien, denn unter der “Open”-Kategorie lesen wir als beispielweises Kriterium:

Innovative Konzepte, welche sich zum Ziel setzen die Stadt Wien mit Hilfe von Breitbandtechnologie ihren BürgerInnen näher zu bringen. Die Konzepte sollen die innovative Idee ausführlich darstellen.

Die Sachpreise sind nicht zu verachten, so sagen die CAV-Statuten u.a.:

  • Einreichungen können, mit Zustimmung von Infoscreen, österreichweit im Zeitraum Jänner 2010 bis inklusive Februar
    2010 auf den Infoscreens fallweise und unentgeltlich geschaltet werden. Der Gesamtwert dieser
    Kooperation beträgt 100.000 Euro.
  • Vom Partner Wien Holding GmbH wird ein innovativer Einreicher/ eine innovative Einreicherin mit der
    Weiterentwicklung oder Neukonzeption eines Games mit Wien Holding Bezug im Wert von 3.000 Euro
    unterstützt. Die GewinnerInnen erhalten direkten Kontakt mit Wien Holding, um die weiteren Schritte
    einer Zusammenarbeit zu vereinbaren.

Braucht’s Anregungen? Die finden sich auf YouTube und Vimeo zuhauf, z.B.:

Also, tut’s fleißig sein, ich fahr’ derweilen auf Urlaub. Bin gespannt auf die Ergebnisse.


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