EU-Wahl

Es war die EU-Wahl. Und ich bin so müde.

Die Partei mit dem unsympathischten Politiker Österreichs (okay, da gibt es doch mehr) siegt eindeutig. Der Wähler  verschafft Ernst Strasser die Gelegenheit, noch viele Positionen an schwarzgefärbte Freunde und Bekannte zu vergeben. Und obwohl der Listenzweite, ein arrivierter Kenner der Materie ausreichend Vorzugsstimmen auf sich sammeln konnte, wird er doch nicht Delegationsleiter. Was zählt schon der Wählerwille, hat sich der Wähler halt wieder einmal geirrt. Strasser und Pröll wissen besser, was Strasser braucht.

Der selbsternannte EU-Schreck H. P. Martin erhält fulminante 17%. Weil es darum geht, dass keine Business-Class Flüge von EU-Beamten und Politikern in Anspruch genommen werden, denn das ist offensichtlich das Wichtigste am Projekt EU. Außenpolitik, Armutsbekämpfung, Wirtschaftskrise, alles unwesentlich im Vergleich zu neid-ziehenden Businessclass-Flügen.

Die Grünen Österreichs beissen als einzige Grün-Partei bei der Wahl ordentlich ab, und schieben die Schuld daran erst mal weit in die Vergangenheit. Voggenhuber war schließlich so sehr EU-Kenner, das die Grünen dafür jetzt die Rechnung präsentiert bekommen haben. Denn wer braucht schon ein Projekt geeintes Europa. Oder so ähnlich. Gott, was hätte Lunacek nicht alles an Stimmen abräumen können, hätte vorher nicht Voggenhuber jahrelang im EU-Parlament und in EU-Gremien gesessen.
Das grüne Fieber-Delirium nimmt jedenfalls beängstigende Ausmaße an.

Die SPÖ lässt sich von der Kronenzeitung verblasen. Trotz gegenseitiger opernhafter Liebesschwüre. Liebe kann halt schnell vergehen, wenn der Ehe-Alltag eingetreten ist. HPM, Du erblickst Deine Zukunft mit der Krone.

Die Rechtsextremen … ach lassen wir das.

Wie gesagt. Ich bin so unendlich müde.