Archiv für den Monat: September 2007

Hubsi lebt – und wie!

“The world in Vorarlberg is too small”, schreibt er in seinem Bewerbungsschreiben. Und weiter: “If you know about any area of operation for myself, where I am able to intend all my experiences and my know-how, please let me know, I am available anytime for further information.”

Die Rede ist vom Ex-Vizekanzler Österreichs, Hubert Gorbach. In seinem Bewerbungsschreiben an den britischen Verkehrsminister benutzt er allerdings das offizielle Briefpapier aus seiner Zeit als Vizekanzler, also mit Staatswappen und Berufsbezeichnung, wobei er daran “a.D.” handschriftlich hinzugefügt hat.

Gorbach redet den britischen Minister zwar mit falsch geschriebenem Vornamen an (“Alistar” statt “Alistair”), schreibt aber als Schlußsatz in Austro-Englisch: “At this time the most important thing for me is that our good contacts will be upright furthermore.”

Man ahnt es: eine Antwort gab es auf dieses Bewerbungsschreiben bisher nicht. Fraglich aber ist, ob die Verwendung des Briefpapiers mit den ehemaligen Machtinsignien rechtens ist.

Aber mein Gott, so ist er halt, der Hubsi.

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FM4

Anläßlich eines Beitrags über Nick Caves heutigem 50. Geburtstag auf FM4: Wenn rein sprachlich gesehen Fritz Ostermayer der Otto Schenk von FM4 ist, und Thomas Edlinger sein Heinz Marecek, wie kann man die vielen anderen FM4 Reporter bezeichnen, die offensichtlich ganz exakt der Spur von Herrn Ostermayers Sprachduktus vor dem Mikrophon folgen? Oder müssen die alle beim guten Fritz einen Sprachkurs belegen, bevor sie loslegen dürfen? Das ist ja grausam.

Antworten bitte an diesen Blog.

Ach ja. Alles Gute, Nick Cave!

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Weitere Vorschläge

Blau und Orange versuchen sich ja seit einigen Tagen in hetzerischen Tönen zu übertreffen. Geht es um den Islam, so brüllen die Rechtsparteien ungeachtet der verfassungsmäßigen Religionsfreiheit diese Forderungen hinaus:

  • Verzicht auf den Bau von Minaretten
  • Verbotsgesetz für religiösen und politischen Fanatismus (damit sollen aber weder FPÖ noch BZÖ gemeint sein, zu früh gefreut)

Da fehlt ja noch einiges, denke ich, und schlage weitere Forderungen vor:

  • Knien auf Teppichen verbieten
  • Halbmond verbieten (Mond darf nur mehr entweder neu oder voll sein)
  • Das Wort “allein” darf nicht mehr in wienerischem Dialekt, sondern nur mehr hochdeutsch ausgesprochen werden (klingt sonst nach “Allah”)

Falls Sie sowas mal später aus den Medien erfahren: hier stand’s zuerst.

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Verordneter Lärm in Wiener U-Bahnen

War es bisher so, dass mir vor allem Musik, die aufgrund der hohen Lautstärke aus Kopfhörern dringt, in U-Bahnen und Straßenbahnen auf die Nerven gegangen ist, so wird dieser Nerv-Faktor durch die neuen Durchsagen um einiges getoppt. Denn erst wird mir der Name der kommenden Station mit sämtlichen Umsteige-Möglichkeiten ins Ohr gebrüllt, dann folgt eine Erinnerung aus altklugem Kindermund, dass man doch keine Zeitungen liegen lassen möge, gefolgt von der Aussage, auf welcher Seite man nun aussteigen könne.

Besonders lustig ist letzteres, wenn dann doch der Ausstieg auf der anderen Seite als angekündigt ist, und sämtliche Fahrgäste sich etwas verarscht vorkommen. Aber es hat ja niemand gesagt, ob rechts oder links in oder gegen die Fahrtrichtung.

Liebe Wiener Linien, hört mit dem lästigen Durchsagelärm doch bitte wieder auf, und ich verspreche, niemals mehr eine Zeitung liegen zu lassen. Denn wenn das nicht bald aufhört, fahre ich auch wieder mit aufgesetzten Kopfhörern mit der U-Bahn. Volume 10, eh klar.

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Neuer Feiertag in Deutschland?

Die deutschen Website-Betreiber, im speziellen die Onlineshop-Besitzer jubeln auf: der für seine Abmahnpraktiken berüchtigte Anwalt Günter Freiherr von Gravenreuth wurde heute von einem Berliner Gericht zu einer sechsmonatigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt.

“Die Allgemeinheit muss vor Ihnen geschützt werden”, sagte die Richterin zur Urteilsbegründung.

Bei vielen deutschen Unternehmen knallen die Korken und die Foren und Blogger-Szene kriegt sich vor (Schaden-)Freude nicht mehr ein. Allerdings stellt sich die Frage, warum denn so eine Person noch länger als Anwalt sein Unwesen treiben darf.

Aber auch ich sage erst einmal “Prost” und freue mich von ganzem Herzen.

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Aus für "Licht am Tag"

Wenn Minister Blogs lesen: die derzeitigen Minister für Verkehr und Inneres schaffen nun den Unsinn ab, den Ex-Ichminister Hubert Gorbach angezettelt hat.

Fraglich nur, warum Licht am Tag auf freiwilliger Basis weiterhin möglich ist, wenn es dadurch zu Blendung und Ablenkung kommt. Aber egal, Autobahnraser werden sich eben in Zukunft wieder Platz auf der dritten Spur durch das gute alte Heranfahren auf 50cm verschaffen müssen.

Hoch die Gläser!

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