Die Buchhaltung und ich

Gestern abend war ich eingeladen zur Präsentation einer neuen Online-Variante von Buchhaltung und Fakturierung für Selbständige und Kleinstunternehmen. Und nehme als Beta-Tester teil an dieser Cloud Computing Sache namens prosaldo.net. Und merke, das ich von Buchhaltung bzw. der Buchhaltungssprache immer noch nichts verstehe, obwohl ich mir die Buchhaltung seit Jahren selbst mache. Aber eben mit Excel und meinen eigenen Formeln und Sheets, statt mit einer Profi-Software. Mir fehlt daher momentan der Plan, wie ich vorgehen soll.

Der erste Schritt war simpel, die Registrierung bei der Plattform http://www.prosaldo.net ist keine unlösbare Aufgabe. Eintragen von Name, Adreßdaten sowie Benutzername und Passwort, dann wird eine Mail mit Bestätigungslink gesendet. Um Prosaldo.net benutzen zu können, muß Silverlight installiert werden, was so etwas wie die Microsoft-Alternative zu Adobes Flash ist. Das gibt es übrigens auch für das MacOS. Dieser Installationsvorgang ist einfach, der Browser sagt beim Aufruf der URL, was er braucht, und macht sich die Installation von Silverlight eh selbst.

Der zweite Schritt ist ebenso simpel. Nach dem Ersteinstieg in prosaldo.net werden erst einmal die eigenen Stammdaten angelegt. Da ich ja bereits laufende Rechnungsnummern habe, wollte ich den Rechnungsnummerkreis ab einer bestimmten Nummer beginnen lassen, habe das aber versehentlich nicht für’s laufende Jahr eingestellt, sondern schon das nächste Buchungsjahr 2011 angelegt. Das kann aber dann nicht mehr gelöscht werden.

Startseite prosaldo.net

Auch egal. Die Startseite von prosaldo.net sieht angenehm und freundlich aus, sehr aufgeräumt, und natürlich noch frei von irgendwelchen verwirrenden Zahlen und Daten.

Aber was jetzt? Mein Plan lautet erst einmal so: Verzicht auf Anlegen von Kunden, Rechnungen und Fakturierungswesen, erst einmal wird die Buchhaltung eingerichtet. Und das bedeutet, ich nehme mir meine Excel-Buchhaltung her, und versuche meine Spalten den Konten, die mir prosaldo.net bietet, zuzuordnen.

Erste Erkenntnis: das geht nicht nebenbei. Und das geht nicht im Trial and Error-Verfahren. Am besten ein paar Stunden Zeit nehmen, alle Telefon ausschalten, Mail-Programme und Twitter-Clients schließen.

Und ich rege hiermit eine Buchhaltungs-Selbsthilfegruppe an, mit Diskussion der korrekten Übersetzung von Buchhaltungssprache in Deutsch, und Deutsch in Buchhaltungssprache. Was zur Hölle sind Belegkreise? Brauche ich die? Sind das die Schwestern der Kornfeldkreise? Wurden die von Ausserirdischen erzeugt?

Sie kenne mich, ich gebe nicht schnell auf. Fortsetzung folgt.

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3 Kommentare

  1. Ich fürchte, Belegkreise sind bei weitem nicht so spannend wie Kornfeldkreise… Man nimmt alles was man bar bezahlt hat, wirft es auf einen Haufen und bucht es mit Kürzel „KA“ (= Kassa, also bar bezahlter Beleg). Dann wirft man alles übers Bankkonto bezahlte auf einen anderen Haufen und bucht diesen mit „BA“ (Bank). Ist noch was übrig, kommt es unter „SB“ (sonstige Belege). Wünsche weiterhin gutes Gelingen!

  2. Gute Idee von Haude, leider etwas zu spät für mich. Ich verwende seit Jahren für die Buchhaltung das Prosaldo in der Desktop-Version und bin damit sehr zufrieden. Für Fakturierung und Mahnwesen bin ich erst kürzlich auf epunet.com umgestiegen. Jetzt schon wieder die Software zu wechseln wäre zu aufwändig. Schließlich würde ich mir dadurch nur das doppelte Erfassen der Ausgangsrechnungen ersparen. Und der Versand von digital signierten Rechnungen bleibt dem Beta-Tester vorläufig auch verwehrt. Werde in einem Jahr wieder mal einen Blick auf das Prosaldo.net werfen.

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