Archiv für den Monat: Juni 2009

Entscheidungskriterien bei Grünen Vorwahlen

Nichts genaues weiß ich nicht, denn alle Beteiligten geben sich lieber kryptisch. Wer wird nun aufgenommen als grüner Unterstützer, wer nicht, warum der eine, aber die andere nicht, wer kämpft dabei gegen wen, der gar nichts damit zu tun hat, wer spricht wen an, meint aber einen anderen.

Politik kann fürchterlich kompliziert sein.

Hier nun eine einfache Anleitung zur Behandlung von Unterstützeranträgen. Und so wird mit Hilfe eines Pendels (in jedem Baumarkt erhältlich) entschieden:

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Demo 1. Mai in Linz – Nachtrag

Einer der Angeklagten wurde vom Vorwurf des Widerstands gegen die Staatsgewalt freigesprochen. Der Richter konnte folgendes Video sehen:

Danach war alles klar. Laut der Rundschau Oberösterreich stand allerdings folgendes im Polizeiakt:

[...] habe Hansi E. nach Beamten getreten und geschlagen, nachdem sie ihn mehrmals aufgefordert hatten, mitzukommen, um seine Personalien aufzunehmen.

Wenn es eine Taktik gibt, nach der Demonstranten durch prügelnde Polizisten eingeschüchtert werden sollen, dann ist das keine Taktik, die in einer Demokratie existenzberechtigt ist. Und die Verantwortlichen sollten auf der Stelle zurücktreten. Sie schaden dem Ansehen der Polizei.

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Abgezockt – Kurzparkzone Stadthalle

Gestern Sonntag ist es endlich auch bei mir gelungen. Ich wurde eiskalt abgezockt. Von der Wiener Parkraumbewirtschaftung, oder wie sich das nennt.

Und so ist es abgelaufen. Ich will die Familie vom Wiener Westbahnhof abholen, geplante Ankunftszeit 18:24 Uhr. Da Rucksäcke und Taschen zu tragen sind, und alle müde sein werden, steht Autofahren am Programm. Ich parke gleich beim Bahnhof, der aufgrund Umbaus selbst keine Kurzparkplätze mehr anbietet. Ich stelle die Karre also in der Pelzgasse ab, eine Seitengasse der Felberstraße. Bei der Einfahrt in die Felberstraße bemerke ich einen Kurzparkzonenhinweis, den ich aber auf die Felberstraße selbst beziehe, schließlich gibt es keine blaue Linie zu überqueren wie bei den echten Kurzparkbezirken, und kein Zusatzschild mit besonderen Erklärungen. Ausserdem ist Sonntag, und schon nach 18:00 Uhr. Also schnell geparkt und auf in den Bahnhof.

Bei der Rückkehr der berüchtigte Erlagschein an der Windschutzscheibe. 21,- Euro wegen Abwesenheit eines Parkscheins.

Ich drehe mit dem Auto einen Kreis, um zu sehen, ob ich irgendwo ein Schild übersehen habe, das die Pelzgasse als beidseitige Kurzparkzone auch um diese Zeit markiert, finde aber nichts.

Um’s klar zu machen: wenn ich wo in einer Kurzparkzone parke, habe ich kein Problem dafür zu bezahlen. Ich finde es okay, dass Parkraum etwas kostet, schließlich besetze ich mit Privateigentum ziemlich viel öffentlichen Raum.

Aber dann würde ich gerne wissen, dass es sich um eine Kurzparkzone handelt. Und nicht auf die harte Tour erleben, dass Schilder in Wien auch um’s Eck wirken können. Besonders perfid, dass das unmittelbar neben einem Bahnhof passiert, der selbst keinerlei Kurzparkzonen anbietet, sondern nur eine relativ teure Garage eines Privatunternehmens. In der man auch dann eine Stunde voll bezahlen muss, wenn man den Parkplatz nur wenige Minuten nutzt.

So etwas kann ich nur als Abzocke bezeichnen, werte MA 46.

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EU-Wahl

Es war die EU-Wahl. Und ich bin so müde.

Die Partei mit dem unsympathischten Politiker Österreichs (okay, da gibt es doch mehr) siegt eindeutig. Der Wähler  verschafft Ernst Strasser die Gelegenheit, noch viele Positionen an schwarzgefärbte Freunde und Bekannte zu vergeben. Und obwohl der Listenzweite, ein arrivierter Kenner der Materie ausreichend Vorzugsstimmen auf sich sammeln konnte, wird er doch nicht Delegationsleiter. Was zählt schon der Wählerwille, hat sich der Wähler halt wieder einmal geirrt. Strasser und Pröll wissen besser, was Strasser braucht.

Der selbsternannte EU-Schreck H. P. Martin erhält fulminante 17%. Weil es darum geht, dass keine Business-Class Flüge von EU-Beamten und Politikern in Anspruch genommen werden, denn das ist offensichtlich das Wichtigste am Projekt EU. Außenpolitik, Armutsbekämpfung, Wirtschaftskrise, alles unwesentlich im Vergleich zu neid-ziehenden Businessclass-Flügen.

Die Grünen Österreichs beissen als einzige Grün-Partei bei der Wahl ordentlich ab, und schieben die Schuld daran erst mal weit in die Vergangenheit. Voggenhuber war schließlich so sehr EU-Kenner, das die Grünen dafür jetzt die Rechnung präsentiert bekommen haben. Denn wer braucht schon ein Projekt geeintes Europa. Oder so ähnlich. Gott, was hätte Lunacek nicht alles an Stimmen abräumen können, hätte vorher nicht Voggenhuber jahrelang im EU-Parlament und in EU-Gremien gesessen.
Das grüne Fieber-Delirium nimmt jedenfalls beängstigende Ausmaße an.

Die SPÖ lässt sich von der Kronenzeitung verblasen. Trotz gegenseitiger opernhafter Liebesschwüre. Liebe kann halt schnell vergehen, wenn der Ehe-Alltag eingetreten ist. HPM, Du erblickst Deine Zukunft mit der Krone.

Die Rechtsextremen … ach lassen wir das.

Wie gesagt. Ich bin so unendlich müde.

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GarageBand und Zeit zum Spielen

So was passiert schneller als man glaubt. Wenn man sich daran macht, die Software Garageband endlich ein bissel kennenzulernen, und man sich dafür etwa eine Stunde gönnt, dann fühlt man sich als Gott der Musik-Produzenten. Den Apple-Loops sei Dank. Ist sonst wie Legospielen mit Musikbausteinen.

Nonsense No 6 (MP3)

Bitte um Eure Garagebandbastelantworten.

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