Archiv für den Monat: Oktober 2008

Ab nach Florida zu den Oldies

Dieses Video habe ich auf Robert Misiks (neuer) Website entdeckt, und finde es köstlich. Daher biete ich es auch hier zum Ansehen an, sorry, Robert. Viel Spaß.


The Great Schlep from The Great Schlep on Vimeo.

Zu viel versprochen?

So, und jetzt drücke ich der ganzen Welt die Daumen für den 4. November.

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Wirbel um Satire

Der Kärnter Landeshauptmann hat sich stark alkoholisiert in den Tod gefahren, und fast ganz Kärnten gibt sich der Heiligenverehrung hin. Die Trauer um Lady Di vor einigen Jahren ist nix dagegen. Der “Haidersche Lebensmensch” Stefan Petzner gibt tränenreiche Interviews, der ORF überträgt die Trauerfeierlichkeiten, als ob der Papst gestorben wäre.

Aber dann gibt es noch zwei Unerschrockene, die sich über den Kult, der da getrieben wird, lustig machen. Und prompt heulen die Haider-Fans auf. Nein, ganz Österreich kann von Euch nicht in Geiselhaft genommen werden. Es gibt auch Menschen, die den Kult um einen extrem rechts-stehenden, intoleranten Politiker von sich weisen.

Und denen haben Stermann und Grissemann aus der Seele gesprochen. Es gibt in diesem so stark autoritätshörigen Österreich immer noch Meinungsfreiheit.

Aber bitte ansehen und selbst urteilen. Teil 1:

Teil 2:

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Haiders letzte Stunden

So, langsam kommt jetzt alles doch ans Licht. Wer die Suchmaschine Google bedienen kann, und das Wort “Stadtkrämer” eingibt, der erfährt sofort, dass es sich dabei um eine Schwulenbar handelt. Und dort hat sich Jörg Haider kurz vor seinem Raserunfall noch aufgehalten und getrunken. Gemeinsam mit einem anderen Mann. Einige scheint das zu überraschen, andere nicht.

Soweit muss ja noch nichts auf eine gleichgeschlechtliche Neigung des BZÖ-Führers hinweisen, schließlich gehen etwa in Wien viele Hetero-Männer in Lokale wie das Motto oder Why Not, einfach wegen der guten Musik und der großartigen Atmosphäre.

Andererseits gibt es schon seit vielen Jahren unzählige Gerüchte und Hinweise auf zumindest Bisexualität von Haider. Dass das nie ein Thema in der Öffentlichkeit war, das ist gut so. Wenn es der Betroffene selbst nicht preisgibt, dann hat er, und auch wenn er Jörg Haider heisst und sich politisch wie Jörg Haider verhält, sein Recht auf Privatsphäre.

Das Magazin Telepolis geht allerdings der Frage nach, nach welchen Kriterien Haider eigentlich seine “Buberlpartie” ausgesucht hat. Und warum Österreichs Boulevard-Medien bisher die Neigung des Politikers nicht thematisiert hatten. Immerhin seien zwar gerade aktuelle Artikel über Haiders letzte Stunden voll mit Metaphern und Anspielungen, die relativ einfach zu dechiffrieren sind. Aber wollten sich die großen österreichischen Medien-Mogule einen Cover-Star erhalten? Zum Wohle der Auflagen?

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Zurück von drei Tagen Jakobsweg

Kaum geht man mal kurz fort, passieren unglaubliche Dinge. Die Wiener Börse schließt für einen halben Tag, Jörg Haider stirbt den Kärntner Heldentod.

Und das trifft mich irgendwie doch, obwohl ich keine einzige seiner politischen Lösungen für sinnvoll und gut befunden habe. Mir ist auch nicht klar, was Haider großes für Österreich geleistet haben soll, wie es jetzt allerorten in diversen Kondolenzbüchern und Postings behauptet wird. Eher fällt mir da nur ein, dass Haider gegenüber vielen Menschen (Schwarze, Slowenen, Links-denkende, etc.) eiskalt und beinhart agiert hat. Von Mitgefühl seinerseits war da niemals etwas zu spüren.

Und trotzdem ist mein Mitgefühl mit seiner Familie.

Ich war jedenfalls am Wochenende zu Fuß unterwegs von Wien über Stift Göttweig nach Melk. Schmerzhaft war’s, anstrengend war’s und eine sehr schönes Erlebnis war’s. Bilder gibt’s im Facebook und im Picasaweb.

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Danke, VdB

Am Montag in diesem Blog angerissen, und schon reagiert die grüne Parteispitze: Alexander Van der Bellen übergibt die Rolle des Bundessprechers an Eva Glawischnig. Okay, die Schreibweise habe ich jetzt von den WoFe-Medien übernommen ;-).

Unabhängig davon: Danke, Alexander Van der Bellen. Ohne Sie wäre das politische Leben in Österreich wesentlich ärmer. Wann werden wir wieder einen Spitzenpolitiker erleben, der auch in Fernsehsendungen nachdenkt, bevor er eine Antwort gibt?

Aber trotzdem: der Generationswechsel war fällig, kann aber nicht das Einzige sein, was die Grünen an Reformarbeit vor sich haben.

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